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Krypto-Lexikon

Volumen

Das Handelsvolumen gibt an, welche Menge eines Vermögenswerts innerhalb eines bestimmten Zeitraums gekauft und verkauft wurde. In der technischen Analyse dient es als wichtiger Bestätigungsindikator für Kursbewegungen.

Was das Handelsvolumen aussagt

Das Volumen bezeichnet in der technischen Analyse die Summe der gehandelten Einheiten eines Vermögenswerts innerhalb eines definierten Zeitraums, etwa einer Stunde, eines Tages oder einer Woche. Bei Kryptowährungen wird es meist entweder in der jeweiligen Kryptowährung selbst, etwa in Bitcoin, oder in einer Referenzwährung wie US-Dollar oder Euro angegeben, um die Vergleichbarkeit über verschiedene Handelspaare hinweg zu erleichtern. Anders als der Kurs selbst zeigt das Volumen nicht die Richtung, sondern die Intensität einer Marktbewegung: Es beantwortet die Frage, wie viele Marktteilnehmer tatsächlich aktiv an einer Kursbewegung beteiligt waren.

Ein Kursanstieg, der von hohem Volumen begleitet wird, gilt als deutlich aussagekräftiger als derselbe Anstieg bei sehr dünnem Handel, da im ersten Fall eine breite Marktbeteiligung vorliegt, im zweiten Fall möglicherweise nur wenige Akteure den Preis bewegt haben.

Warum Volumen als Bestätigungsindikator dient

Das Konzept existiert, weil Kursbewegungen allein leicht täuschen können. Ein einzelner großer Marktteilnehmer, umgangssprachlich als Wal bezeichnet, kann mit einer vergleichsweise kleinen Order in einem illiquiden Markt einen scheinbar starken Kursausschlag erzeugen, der jedoch keine echte Marktüberzeugung widerspiegelt und häufig ebenso schnell wieder korrigiert wird. Analysten nutzen das Volumen daher als Filter, um solche wenig belastbaren Bewegungen von echten Trendwechseln zu unterscheiden. Historisch zeigte sich diese Dynamik besonders bei kleineren Altcoins mit geringer Marktkapitalisierung und dünnem Orderbuch, wo bereits moderate Kauforders zu zweistelligen prozentualen Kurssprüngen führen konnten, die sich innerhalb von Stunden wieder auflösten.

Bei etablierten Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether, die auf großen Börsen mit hoher Liquidität gehandelt werden, sind solche Verzerrungen seltener, aber ebenfalls nicht ausgeschlossen, insbesondere in Zeiten geringer allgemeiner Marktaktivität, etwa nachts oder an Wochenenden.

Volumen in der praktischen Analyse

In der praktischen Chartanalyse wird das Volumen meist als Balkendiagramm unterhalb des Kurscharts dargestellt, wodurch sich Muster leicht erkennen lassen. Ein klassisches Signal ist der sogenannte Ausbruch mit hohem Volumen: Durchbricht ein Kurs einen wichtigen Widerstand oder eine Unterstützung, und begleitet ein deutlich über dem Durchschnitt liegendes Volumen diese Bewegung, gilt der Ausbruch als glaubwürdiger und die Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung des neuen Trends als höher. Umgekehrt gelten Ausbrüche bei unterdurchschnittlichem Volumen als anfällig für sogenannte Fehlausbrüche, bei denen der Kurs kurz über eine Marke steigt oder fällt, um anschließend in die alte Handelsspanne zurückzukehren.

Auch abnehmendes Volumen während eines bestehenden Trends wird von Analysten häufig als Warnsignal interpretiert, da es auf nachlassende Marktüberzeugung und einen möglicherweise bevorstehenden Trendwechsel hindeuten kann.

Grenzen und praktische Bedeutung für Anleger

Trotz seiner Nützlichkeit hat das Volumen als Indikator Grenzen, die Anleger kennen sollten. Da der Kryptomarkt über zahlreiche Börsen weltweit fragmentiert ist und nicht jede Plattform ihre Handelsdaten transparent und geprüft veröffentlicht, können Volumenangaben zwischen verschiedenen Datenanbietern erheblich voneinander abweichen; teilweise wurde in der Vergangenheit auch über künstlich aufgeblähte Volumina auf einzelnen Handelsplätzen berichtet. Anleger sollten Volumendaten daher idealerweise aus mehreren seriösen Quellen vergleichen und nicht isoliert betrachten, sondern stets im Zusammenhang mit anderen Indikatoren wie Kursverlauf, Volatilität oder Marktstimmung interpretieren.

In der praktischen Anwendung dient das Volumen weniger als eigenständiges Kaufsignal, sondern vor allem als Bestätigungswerkzeug: Es hilft dabei, die Verlässlichkeit einer bereits beobachteten Kursbewegung besser einzuschätzen, statt eigenständig neue Handelsentscheidungen auszulösen.

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Hinweis: Dieser Beitrag dient der Begriffserklärung und stellt keine Anlageberatung dar. Kryptowährungen unterliegen hohen Kursschwankungen.