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Platz 82 nach Marktkapitalisierung

Algorand ALGO

Aktueller Kurs

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24 Stunden

+0,63 %

Marktkapitalisierung

0,8 Mrd. $

Stand: 11. Juli 2026. Live-Kurse werden geladen …

Eine Blockchain aus der Kryptografie-Forschung

Algorand wurde 2019 von Silvio Micali gegründet, einem am MIT lehrenden Kryptografen, der für seine Arbeiten in der theoretischen Informatik unter anderem mit dem Turing-Award ausgezeichnet wurde. Das Projekt trat mit dem Anspruch an, die klassischen Probleme vieler Blockchains gleichzeitig zu lösen: hohe Transaktionsgebühren, lange Wartezeiten bei der Bestätigung von Zahlungen und der hohe Energieverbrauch klassischer Mining-Verfahren. Algorand sollte von Anfang an so konzipiert sein, dass Skalierbarkeit, Sicherheit und Dezentralisierung nicht gegeneinander ausgespielt werden müssen, ein Zielkonflikt, der in der Blockchain-Theorie als Trilemma bekannt ist.

Damit positioniert sich Algorand als Infrastruktur für Anwendungen, die schnelle und günstige Abwicklung benötigen, etwa im Zahlungsverkehr, bei der Tokenisierung von Vermögenswerten oder in dezentralen Finanzanwendungen, ohne dabei auf die Sicherheitsgarantien einer öffentlichen, permissionless Blockchain zu verzichten.

Pure Proof of Stake und sofortige Finalität

Algorand nutzt einen selbst entwickelten Konsensmechanismus namens Pure Proof of Stake. Anders als bei Bitcoin, wo Rechenleistung über das Recht zur Blockerstellung entscheidet, wird bei Algorand zufällig und gewichtet nach gehaltenem ALGO-Bestand bestimmt, welche Netzwerkteilnehmer einen Block vorschlagen und bestätigen dürfen. Dieser Auswahlprozess läuft kryptografisch verschlüsselt ab, sodass im Vorfeld nicht bekannt ist, wer als nächstes an der Reihe ist, was Angriffe erschwert. Ein wesentlicher Unterschied zu vielen anderen Netzwerken ist die sofortige und endgültige Bestätigung von Transaktionen: Sobald ein Block bestätigt ist, gilt er als final, es gibt keine Wartezeit auf weitere Bestätigungen und auch keine sogenannten Forks, bei denen sich die Kette nachträglich aufspaltet. Das macht das Netzwerk für Anwendungen interessant, die verlässliche und schnelle Abwicklung benötigen, etwa im Zahlungsverkehr oder bei Wertpapiertransaktionen.

Einsatzfelder zwischen DeFi und öffentlicher Verwaltung

In der Praxis wird Algorand vor allem für drei Bereiche genutzt: dezentrale Finanzanwendungen wie Kreditvergabe und Handelsplätze, die Tokenisierung realer Vermögenswerte wie Anleihen oder Fondsanteile, sowie Zahlungs- und Identitätsprojekte. Bekannt geworden ist Algorand unter anderem durch Kooperationen mit staatlichen Stellen, etwa im Bereich der Landregistrierung oder bei Bildungszertifikaten in einzelnen Ländern, sowie durch Partnerschaften mit Finanzinstituten zur Erprobung tokenisierter Wertpapiere. Die Algorand Foundation steuert die Weiterentwicklung des Protokolls und die Vergabe von Fördermitteln an Entwicklerteams.

Trotz dieser Aktivitäten hat es das Netzwerk bislang nicht geschafft, eine ähnlich breite Entwickler- und Nutzerbasis wie größere Konkurrenten aufzubauen. Die Zahl der aktiven Projekte und das Handelsvolumen auf der Chain blieben im Vergleich zu anderen Layer-1-Netzwerken überschaubar, auch wenn einzelne Partnerschaften mediale Aufmerksamkeit erzeugten.

Technisch solide, aber im Wettbewerb zurückgefallen

Das größte Problem von Algorand ist nicht die Technik, sondern die Marktposition. Zahlreiche konkurrierende Layer-1-Blockchains bieten ähnliche oder vergleichbare Vorteile bei Geschwindigkeit und Kosten, verfügen dabei aber häufig über größere Entwickler-Communities, mehr Kapital in ihren Ökosystemen und stärkere Netzwerkeffekte. Algorand konnte trotz technischer Alleinstellungsmerkmale keine vergleichbare Anziehungskraft entwickeln, was sich in einer im Vergleich geringen Anzahl aktiver Anwendungen zeigt. Hinzu kommt eine relativ zentrale Rolle der Algorand Foundation bei Governance-Entscheidungen und der Token-Verteilung, was Kritiker als Widerspruch zum Dezentralisierungsanspruch werten.

Wie bei allen Kryptowerten mit Sitz oder Nutzerbasis in der EU greift inzwischen die MiCA-Verordnung, die zusätzliche Transparenz- und Compliance-Pflichten mit sich bringt. Anleger sollten zudem bedenken, dass technologische Überlegenheit allein in der Kryptobranche selten ausreicht, um sich gegen etablierte Konkurrenz durchzusetzen.

Prognose Jahresend-Prognosen der Redaktion (Stand 11. Juli 2026)

2026

0,14 $

2027

0,1 $

2028

0,07 $

2029

0,15 $

2030

0,22 $

2031

0,16 $

2032

0,28 $

2033

0,2 $

2034

0,32 $

2035

0,25 $

⚠ Hinweis zu den Prognosen: Die Kursprognosen der Redaktion sind hochspekulativ, unverbindlich und keine Anlageberatung. Niemand kann Kurse über Jahre vorhersagen – die Werte dienen ausschließlich der redaktionellen Einordnung.

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Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Kryptowährungen unterliegen hohen Kursschwankungen. Kurse: CoinGecko.